Gartenteich gestalten: Bepflanzung, Technik und Dekoration

Ein eigener Gartenteich ist etwas ganz Besonderes und bietet Vögeln, Fischen und Pflanzen eine wichtige Lebensgrundlage. Doch ein Gartenteich ist auch ein komplexes kleines Ökosystem und reagiert empfindlich auf seine Umwelt. Bei der Gestaltung des Gartenteichs kommt es deshalb darauf an, ein gesundes Gleichgewicht zu schaffen. Wie Sie Ihren Gartenteich gestalten und warum Pflanzen unverzichtbar sind, lesen Sie im folgenden Artikel.

Gartenteich gestalten – naturbelassen oder formal

Ob naturbelassen oder akkurat geplant: bei der Gestaltung des Gartenteichs gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Angefangen bei der Teichtechnik, der Bepflanzung bis hin zu Dekorationen wie Solarbrunnen. Abhängig von der Art des Gartenteichs können unterschiedliche Elemente bei der Gestaltung zum Einsatz kommen.

Naturteiche
Naturteiche zeichnen sich durch eine naturbelassene Bepflanzung und Gestaltung aus. Pflanzen dürfen frei wachsen und die Teichfolie am Rand ist von Steinen und Pflanzen kaschiert. Der Naturteich bettet sich in die restliche Gartenanlage ein und ist mit der richtigen Bepflanzung und Gestaltung eine kleine Oase für die heimische Flora und Fauna.
Formale Teiche
Formale Teiche hingegen fallen hingegen mit klaren Linien auf. Diese stehen damit im deutlichen Kontrast zum Naturteich und sollen sich nicht in die Umgebung eingliedern, sondern sich von der Umgebung deutlich abheben. Der formale Teich eignet sich damit ideal für die Verwendung von künstlichen Materialien und geometrischen Formen.
Schwimmteiche
Bei Schwimmteichen handelt es sich um eine Mischung aus Gartenpool und Gartenteich. Dieser soll nicht ausschließlich als Ökosystem für Tiere und Pflanzen dienen, sondern auch als Schwimmgelegenheit. Im Gegensatz zum Pool wird das Wasser des Schwimmteichs jedoch nicht mit Pflegemitteln wie Chlor gereinigt. Hier sorgt ein System von Filteranlagen, speziellen Pflanzen und Mikroorganismen für sauberes Teichwasser.

Die richtige Teichtechnik

Die Grundlage eines gesunden Biotops ist ein gesundes Teichwasser. Je größer die Teichanlage ist, desto besser kann ein ökologisches Gleichgewicht entstehen – ganz ohne menschliches Zutun. Allerdings gilt das meist nicht für Gartenteiche. Insbesondere bei Fischbestand sind technische Hilfsmittel notwendig, um eine für die Teichbewohner notwendige Wasserqualität zu ermöglichen. Am wichtigsten sind dabei Pumpen und Filter. Die Technik sollte deshalb eine wichtige Grundlage sein, bevor sie den Gartenteich gestalten.

Teichpumpen

Gartenteich Gestaltung

Eine Teichpumpe hat die Funktion, das Wasser im Teich umzuwälzen. Dadurch wird dem Teichwasser Sauerstoff zugeführt. Teichpumpen können dabei innerhalb und außerhalb des Wassers betrieben werden. Neben den klassischen Filter- bzw. Umwälzpumpen gibt es auch spezielle Bachlaufpumpen. Mithilfe dieser Pumpen wird das Wasser aus dem Teich zurück zur Quelle, also dem Startpunkt des Bachlaufs, gefördert. Erhältlich sind auch stromsparende Solar Teichpumpen. Einen zusätzlich dekorativen Effekt haben die sogenannten Wasserspielpumpen. Hierbei handelt es sich meist um Wasserfontänen, die das Teichwasser ansaugen und über ein Rohr in die Höhe spritzen. Auf teichpumpen.org erhalten Sie weitere Informationen und alles Wissenswerte zu Teichpumpen.

Teichfilter

Neben Teichpumpen kommen insbesondere in Fischteichen auch sogenannte Teichfilter zum Einsatz. Diese sind notwendig, da die Exkremente der Fische den Teich überdüngen und zum „Kippen“ bringen können. Der Teich muss aus diesem Grund mithilfe eines Teichfilters gereinigt werden, da künstlich  geschaffene Biotope aufgrund ihrer kleinerem Dimensionen dies nicht alleine bewerkstelligen können. Teichfilter können außerhalb des Teichs installiert werden. Mit einer Pumpe ist dieser mit dem Teich verbunden. Das Wasser wird in mehreren Stufen gereinigt und zurück zum Teich befördert.

Teich gestalten mit Pflanzen

Bei der Gestaltung des Teichs mit Pflanzen sollten die unterschiedlichen Teichzonen berücksichtigt werden. Diese geben Auskunft darüber, welche Pflanzen geeignet sind und machen die Planung und Durchführung wesentlich einfacher. Bevor Sie den Gartenteich gestalten, sollten Sie sich daher mit den unterschiedlichen Teichzonen beschäftigen.

Die verschiedenen Teichzonen

Im Teich sollten mindestens vier unterschiedliche Teichzonen angelegt werden. Zunächst eine Uferzone am Rand des Teichs, eine Feuchtzone mit etwa 15 – 20 cm Wassertiefe, eine Sumpfzone mit 20 – 25 cm und eine Tiefenzone mit mindestens 1 m Tiefe. Diese dient dazu, dass die Fische im Teich überwintern können. Die Teichbewohner sowie die Pflanzen benötigen jeweils eine dieser Zonen als Lebensraum.

Geeignete Pflanzen und was zu beachten ist

Pflanzen im Gartenteich sind wichtig, um das ökologische Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Außerdem wäre ein Teich ohne Pflanzen ein trostloser Anblick. Folgendes ist dabei zu beachten:

  • Die Pflanzen im Gartenteich sollten am besten zwischen März und Juni gepflanzt werden. Bei den stetig wachsenden Temperaturen können diese optimal anwachsen.
  • Jede Pflanze fühlt sich in einer bestimmten Teichzone wohl. Beim Kauf der Teichpflanzen sollte man sich daher unbedingt erkundigen, für welche Zone die jeweilige Pflanze geeignet ist.
  • Beim Bepflanzen beginnt man am besten in der Tiefwasserzone und arbeitet sich langsam bis zur Uferzone heran
  • Um zu vermeiden, dass sich stark wuchernde Pflanzen nicht gegenseitig Licht und

Teichufer gestalten

Gartenteich gestalten

Generell gilt: Pflanzen, die am Teichufer gepflanzt werden, können auch in den Garten gepflanzt werden. So kann die Gestaltung des Teichs mit der restlichen Gartengestaltung in Verbindung gebracht und ein harmonisches Gesamtbild geschaffen werden. Dieses Gesamtbild kann beispielsweise durch einen Solarbrunnen abgerundet werden. Folgende Pflanzen kommen beim Gartenteich gestalten am Uferrand richtig zur Geltung: Pampagras, Chinaschilf, Storchschnabel, Felberich, Mädchenauge, Weide und Schneeball. Außerdem sind Steine eine geeignete Möglichkeit das Teichufer zu gestalten.

Gartenteich gestalten mit Steinen

Steine sind genau wie Wasserpflanzen eine gute Möglichkeit den Gartenteich zu gestalten. Dabei können Steine in unterschiedlichen Größen und Formen verwendet und sowohl an Land als auch im oder teilweise im Wasser platziert werden. Um das Wasser lebendiger wirken zu lassen, kann Mischkiesel eingesetzt werden. Unter Wasser entfaltet es sein Farbspektrum erst richtig. Größere Steine sind gut geeignet, um am Rand platziert oder teilweise vom Wasser bedeckt zu werden.

Mit großen Steinen kann eine interessante Ufergestaltung realisiert werden. Sollen große Steine im Gartenteich platziert werden, muss darauf geachtet werden, dass die Steine durch ihr hohes Gewicht zu keiner Beschädigung an der Teichfolie führen. Um Algenwuchs entgegenzuwirken, sollte unbedingt beachtet werden, dass Kalkgestein nur an Land im trockenen Bereich verwendet werden.

Gartenteich gestalten und pflegen zu verschiedenen Jahreszeiten

Ein Teich erfordert eine fortwährende Pflege im ganzen Jahr. Je nach Jahreszeit sind unterschiedliche Dinge zu beachten.

Frühling
Sobald es wärmer wird, steht eine gründliche Reinigung an. Abgestorbene Pflanzenreste und Laub müssen entfernt und wuchernde Pflanzen beschnitten werden. Ab Mai können neue Pflanzen gesetzt und bei Bedarf ein Teil des Wassers getauscht werden.
Sommer
Im Sommer können vermehrt Fadenalgen im Teich auftreten. Diese sollten mit Keschern und Rechen entfernt werden. Außerdem sollte auf einen möglichen Schädlingsbefall der Pflanzen geachtet und ggf. dagegen angegangen werden. Falls zu viel Wasser durch die Wärme verdunstet, muss dieses nachgefüllt werden.
Herbst
Bei einer Wassertemperatur von unter 10 °C muss nicht mehr gefüttert werden, da sich die Fische in tiefere Zonen zurückziehen und nicht mehr fressen. Manche Fische können nicht im Teich überwintern, diese müssen dann herausgeholt werden. Auch Teichgeräte und Pflanzen, die nicht im Teich überwintern können, müssen herausgeholt werden. Wichtig ist auch, dass herabfallendes Laub regelmäßig entfernt wird (beispielsweise mit einem Laubnetz).
Winter
Auch im Winter werden weiterhin Stoffe durch Mikroorganismen umgesetzt. Diese Stoffumsetzung führt zu einer Gasbildung, die auch wieder entweichen muss. Um ein paar Stellen im Wasser eisfrei zu halten, lässt man einfach einige Pflanzenstiele oder etwas Stroh im Wasser. Auf keinen Fall sollten Löcher ins Eis geschlagen werden, da sich die Fische erschrecken und sogar dabei verletzt werden können.

Algen im Teich bekämpfen

Nährstoffreiches Wasser in Verbindung mit viel Sonnenlicht ist die ideale Grundlage für starken Algenwuchs. Algen lieben Licht, Wärme und kalkhaltiges Wasser.  Daher ist der Entzug der Nährstoffe durch bestimmte Tiere und das Anlegen von Pflanzen für Schatten eine gute und umweltschonende Möglichkeit dem Algenwuchs entgegenzuwirken. Folgende Punkte sollten bei der Bekämpfung von Algen beachtet werden:

  • Schnecken benötigen Kalk für den Bau ihres Gehäuses. Diesen Kalk entziehen Sie dem Teichwasser. Zusätzlich entfernen Sie den Algenteppich auf den Steinen.
  • Schwimmblattpflanzen kühlen das Wasser des Teiches mit ihren Blättern und verlangsamen so den Algenwuchs
  • Bestimmte Pflanzenarten entziehen dem Teichwasser viele Nährstoffe. Zu diesen Pflanzen gehören beispielsweise Tannenwedel oder Krebsschere.
  • Eine gute Sauerstoffversorgung des Wassers ist wichtig um dem Algenwuchs zu unterdrücken. Diese Aufgabe können Unterwasserpflanzen wie Hornkraut oder Wasserpest besonders gut erfüllen.
  • Ein weiterer wichtiger Punkt zur Vorbeugung von Algen: Beim Anlegen des Teiches gar nicht erst zu viele Nährstoffe durch Humus oder Pflanzenerde in den Teich geben.

Fazit: Gartenteich gestalten

Ein Teich im eigenen Garten ist eine Oase der Erholung und lädt jederzeit zum Verweilen ein. Egal ob klein oder groß, natürlich oder formal angelegt –  mit den oben genannten Tipps zum Gestalten des Gartenteichs gelingt auch Ihnen die Umsetzung einer solchen kleinen Oase.